Aus gegebenem Anlaß:

Für all die, die nicht mehr in der Lage sind, mehr als die heute üblichen Schlagzeilen-Inhalte verarbeiten zu können, hier die „Breaking News“ von Heute…:
Das
„historische ammerland“ wird am 22.3.2024 abgeschaltet.
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Alle anderen, die keine Angst vor längeren Textpassagen haben und gerne auch mehr über die Hintergründe des „wieso, weshalb und warum“ wissen wollen, dürfen gerne weiterlesen…
Seit dem Start dieser Projektseite über unser „oolt-twueschenahn“ bzw. der Nachfolgerseite „historisches-ammerland.de“ im Januar 2021 bis heute, Januar 2024, gab es ca. 380.000 Aufrufe (!), davon waren ca. 80% computerbasierte „Bots“ oder Besucher, die sich max. 1 Min auf der Seite aufhielten, ca. 18% für bis zu 30 Minuten und nur ca. 2%, die sich über Stunden mit den jeweiligen Inhalten auf den diversen Unterseiten beschäftigen konnten. Grob gerechnet immerhin 7000-8000 Besucher, pro Tag geschätzt also ca. 10. Ist das nun viel oder wenig? Ich weiss nicht, aber es gibt mir zu denken.

Leider habe ich in diesen ganzen 3 Jahren nicht mehr als ca. 10 (!) persönliche Rückmeldungen bekommen, die sich entweder wissenschaftlich inhaltlich auf die Inhalte bezogen, die mir Photos und Geschichten zusagten und zuschickten oder allgemeiner Natur waren und/oder mir ihre Sympathie bezeugten. Nette persönlich intensive Gespräche und interessante Email-Schriftwechsel gab es und wertvolle Kontakte wurden geknüpft, Erinnerungen ausgetauscht und spannende Geschichten wurden erzählt.
Leider aber gab es ansonsten seitens der vielen anderen Besucher aber keinerlei Reaktionen, es wurde augenscheinlich „nur“ konsumiert… Es gibt zwar extra eine Gäste-Seite zum Gedanken-Austausch und für (positive- wie negative) Kritik, dies wird aber nur sehr sparsam befüllt.

Zudem: es gibt inzwischen all überall, Land auf, Land ab, zunehmend (und überaus engagierte) Initiativ-Gruppen und hobby-historische Bestrebungen, die heimische Vergangenheit zu verwahren und der Nachwelt zu präsentieren, zum Teil sogar mit großer finanzieller Förderung durch die jeweiligen Gemeinden, und gezielt befördert durch engagierte Presse-Vertreter, wie z.B. in Zwischenahn, Edewecht, Apen, Westerstede, Wiefelstede, Rastede etc., meist in örtlichen „Archiv-Räumen“, und meist nur in Analog-Präsenz.

Ich habe mehrfach versucht, mit diesen Archiv-Gruppen Kontakt aufzunehmen und eine online-Vernetzung zwischen den jeweiligen Archivar-Gruppen herbeizuführen. Leider gingen alle Versuche ins sprichwörtliche Nirvana. Niemand schien ein wirkliches Interesse daran zu haben, mit mir zusammenarbeiten zu wollen und z.B. mein „historisches-ammerland.de“ als Vernetzungs-und Anlauf-Portal zwischen klassischen „analogen“ und moderne „digitalen“ Geschichts-Archiven zu sehen und entsprechend daran mitzuarbeiten. Auch die sonst immer an der lokalen Geschichte interessierte NWZ hielt es nicht für nötig, auf meine entsprechenden Hinweise zu antworten oder von sich aus Kontakt mit mir aufzunehmen. Sehr merkwürdig und aus meiner Sicht, nicht nachvollziehbar.
Schade um diese vertane Chance einer Vernetzung innerhalb eines (angedachten) online Heimat-Geschichts-Museum. Und ohne Kommunikation leider auch keine Diskussion darüber… 

Eine merkwürdige Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Sozial-Media-„Institution“ facebook, wo ich immer mal wieder für die Seite werbe und auf interessante Photos und Funde hingewiesen hatte (Stichworte: „Bruno-Bode-Str., Besatzungszeit, Konfirmation, alte Straßen und Häuser-Photos). Für ein/zwei Tage gibt es dann auf den faceboot-Seiten, z.B.  „Zwischenahn früher“, „Edewecht zurück in die Vergangenheit“ und anderen ähnlich gelagerten facebookgruppen in Ostfriesland und umzu (mit insgesamt weit mehr 10.000 „Mitgliedern“) sogar spannende Interaktionen, Hinweise und haufenweise (meist überflüssige) „likes“ und zeitweise gab es mehr als 1000 Aufrufe meiner Seite pro Tag. Bild und Photo-Erinnerungen wurden gefunden und natürlich sogleich in die Blase zurück „gespostet“. Auch für mich manchmal sehr spannend und manchmal fiel sogar etwas neues für die Seite ab und konnte entsprechend korrigiert oder ergänzt werden. Soweit die Beitrags-Einträge aber aus der Bildschirmseite herausrutschten, verschwand augenscheinlich augenblicklich aber jedes weitere Interesse. Wochen und Monate später tauchten dann in facebook Photos und Zeitungsberichte auf (nach dem Motto: „Schaut mal was ich gefunden habe, ist das nicht toll…“), oftmals ohne weiteren Hinweis auf die Quelle „historisches-ammerland.de“. Und dass gerade dieses gerade gepostete „tolle“ Photo schon ein- oder gar mehrfach vor Wochen gepostet worden war, interessierte komischerweise niemanden der eifrigen „Hier-und-jetzt“ Foristen. Bis zum nächsten Mal, wenn jemand mit einem neuen (alten) und Photo kam und es durch die Blase trieb.  Immer und immer wieder.  Merkwürdig… Eigentlich aber auch nicht.

Obiger „Brandbrief“ ging an die Gemeinde Zwahn nebst Bürgermeister, die ammerländischen Archivgruppen sowie an die NWZ-Redaktionen. Reaktion NULL … keine Antwort, nichts, von niemanden…
Was mir zeigt, das dieses angedachte „Virtuelle Museum“ bzw. das „Historische Ammerland“-Projekt augenscheinlich (noch) nicht die notwenige Akzeptanz hat. Schade, das ist mir die dafür notwenige Zeit und Arbeit und auch die Kosten nicht wert. 
Daher habe ich meine gerade zur Verlängerung stehende Internetpräsenz gekündigt.

Somit steht es fest: „historisches-ammerland.de“ ist ab dem 22.3.2024 Geschichte…

… und die Geschichte dahinter und die Geschichten darin nicht mehr aufrufbar.
Herbert Kropp, 22. Februar 2024

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Ein Photo- und Erinnerungs-Projekt von Hans Herzog und Herbert Kropp

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ausschnitt aus der Karte „Oldenbvrg Comit.“, Kartograph Laurentius Michaelis, beteiligt Abraham Ortelius, erschienen Antwerpen nach 1595.
Zwischenahner Meer <=> Ana stagnum: „stagnum“ = lat.: Meer, See.  <>  Zwischenahn: Tuiskenaen, Tuschenaem   <>   Aue: „Ana flu“. [Archiv: Marken]

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Wie schön es „Damals“ in unserem Ammerland und den Dörfern und Ortschaften einmal gewesen ist (oder gewesen sein soll…), werden uns hoffentlich die Photos, Postkarten, Zeichnungen, Geschichten und Döntjes zeigen, die peu à peu auf dieser Internetseite versammelt werden.
Geht mit uns auf eine photographische Entdeckungs- und Erinnerungstour durch unser aller Vergangenheit. Vom Gestern zum Morgen und auf Wegen, die wir alle kennen, die uns aber inzwischen völlig unbekannt erscheinen, ob in Westerstede oder Bad Zwischenahn, in Edewecht oder Wiefelstede, in Apen, Rastede oder am Zwischenahner Meer.

Schaut rein und erfreut Euch an den wunderschönen Impressionen aus dem alten Ammerland und umzu. Änderungen und Neuzugänge (fast) täglich …

[An dieser Stelle vielen Dank für die Überlassung des umfangreichen Bilderarchivs aus dem photographischen Nachlaß von Helene von Oven, ohne das dieses Projekt nicht möglich geworden wäre (s. auch Eintrag „Bad Zwischenahn, Schulstraße).]

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Zur Einleitung:

Der Ammergau (lateinisch: „Pagus Ammeri“ , auch „Pagus Ameri“ <=> „feuchtes Land“) war im Mittelalter ein Gau im sächsischen Engern. Der heutige niedersächsische Landkreis Ammerland, der seinen Namen dem sächsischen Gau verdankt, liegt vollständig auf dessen Gebiet. Der „Pagus Ammeri“ wurde erstmals 821 urkundlich erwähnt. Er bildete im Mittelalter einen Grenzgau der Sachsen zu den nördlich und westlich gelegenen Siedlungsgebieten der Friesen.
Der Ammergau grenzte im Osten an den Gau Wigmodi, im Südosten an den Largau, im Süden an den Lerigau, im Westen an das Moormerland, im Nordwesten an das Lengenerland sowie im Norden an Rüstringen. Im Osten umfasste der Ammergau also auch das lange Zeit unbewohnte, später Niederstedingen genannte Gebiet östlich von Oldenburg im heutigen Landkreis Wesermarsch. Auch die Stadt Oldenburg liegt vollständig auf dem Gebiet des Ammergaus, wie auch der nördlichste Teil des heutigen Landkreises Oldenburg. Die Grenze zu Friesland und Ostfriesland hingegen hat sich seit dem Mittelalter kaum verändert.
Der Ammergau war im Hochmittelalter in die Kirchspiele Wiefelstede, Rastede, Oldenburg, Edewecht, Zwischenahn, Apen, Westerstede, Altenhuntorf und Moorriem aufgeteilt. Alle Kirchspiele waren kirchlich dem Erzbistum Bremen unterstellt. Politisch bildete der Ammergau gemeinsam mit dem Lerigau das Stammland der Grafschaft Oldenburg, später des Oldenburger Landes. (Quelle: Wikipedia)

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Erste gedruckte Landkarte von Oldenburg und „Frisiae Orientalis nova et exacta descriptio“. (Laurentius Michaelis wurde in Hohenkirchen im Wangerland geboren und verstarb 1584 in Jever. Er war für Fräulein Maria von Jever tätig und verfasste u. a. ihr Testament.)    [Archiv: Marken]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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„Oldenbvrg Comitatvs“, Verleger Jan Jansson, erschienen zwischen 1640 – 1655 Amsterdam, Kupferstich, Ausschnitt. [Archiv: Marken]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Auszug Karte um 1671: Tabula Noua Comitatus Oldenburgici & Delmenhorstani Cum. Kartograph Gerrit Muntinck, Kupferstich.
(In Edewecht ist neben der Bockwindmühle auch die Wassermühle von Tatje (Tadimölen) an der Vehne eingezeichnet. An der Vehne befanden sich mehrere Werften. Das letzte Schiff, eine Tjalk, lief 1899 auf der Kramer-Werft vom Stapel.)     [Archiv: Marken]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Kupferstich von 1761: Comitatvvm Oldenbvrg et Delmenhorst pro recentissimo Statu uti est Sub Regno Potentissimi Regis Friderici V, Kartograph: Johann Wilhelm Anton Hunrichs (Amt Apen, Amt Rastede und Vogtei Zwischenahn)  – [Archiv: Marken]

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Der frühmittelalterliche Ammergau ähnlicher Ausdehnung stand Pate bei der Gründung des Landkreises Ammerland durch die oldenburgische Verwaltungsreform im Jahr 1933. Im wesentlichen wurde er aus dem Amt Westerstede und teilweise aus dem Amt Oldenburg gebildet, die Grenzen seiner Gemeinden orientieren sich aber an alten Kirchspielgrenzen und umfassen mit den altammerländischen Spohle und Conneforde, die zuletzt nochmals 1972 und 1981 abgetreten wurden, auch Teile des früheren Amtes Varel. Die mit der Niedersächsischen Verwaltungs- und Gebietsreform 1977 erfolgte Eingliederung der Gemeinden der Friesischen Wehde (im Zuge der Aufteilung des Landkreises Friesland auf Ammerland und Wittmund) wurde gerichtlich für verfassungswidrig erklärt und mußte zum 1.1.1980 wieder rückgängig gemacht werden. Der Landkreis besteht heute aus sechs ländlichen Großgemeinden und einer Stadtgemeinde. Bis zur Verleihung der Stadtrechte an den Kreissitz Westerstede 1977 besaß der Landkreis keine einzige Stadt im Kreisgebiet. (Martin Teller, 20.1.2007)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Historische Karte des Grossherzogtums Oldenburg, ca. 1900

[Quelle: https://digital.lb-oldenburg.de/lbolmapo/content/zoom/1687894]

 

 


 

Dieses Projekt ist rein privater Natur und ohne jegliche gewerblich- bzw. gewinnorientierte Ausrichtung. Sofern nicht weiter namentlich gekennzeichnet, sind alle Abbildungen und Photos aus dem umfangreichen Bildarchiv von Hans Herzog (ehemals Photo v. Oven).

Macht mit! Helft mit! Schickt uns Eure Erinnerungen in Wort und Bild! Bitte dabei UNBEDINGT darauf achten, daß die jeweiligen Urheber- und Bild- und Persönlichkeitsrechte gewahrt sind.

[Trotz aller Umsicht und mehrschichtiger Überprüfung der Daten nebst Fehler-Korrektur kann leider nicht ausgeschlossen werden, dass (immer wieder) das kleine, fiese Fehlerteufelchen zuschlägt.] Daher gilt: Alle Angaben ohne Gewähr

Für alle Texte und Bilder gilt: Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Rechteinhabern, d.h. ohne deren ausdrückliche Genehmigung ist eine Weitergabe oder Veröffentlichung, z.B. in den sog. „sozialen Medien“ wie facebook oder instagram etc., strikt untersagt! Sollten hier veröffentlichte Photos oder Texte gegen das jew. persönliche Urheberrecht oder auf sonstigen Widerspruch oder Beanstandung stoßen, bitte ich um sofortige Rückmeldung an mich, damit ich diese möglicherweise inkriminierten Photos und Bilder schnellstmöglich entfernen kann. Danke!