Zur Bruegge, Strandgaststätten, Jagdhaus Eiden, Spielbank

Restaurant zur Erholung, später Strandgaststätten, heute Jagdhaus Eiden am See:

Die Hofstelle zur Brügge an der Aschhauser Straße in Aschhausen lässt sich urkundlich seit 1294 nachweisen. In einer Urkunde vom 22. Oktober 1294, als die Ritter bzw. Knappen Mule eine Kapelle in Horn bei Wiefelstede bauen lassen, wird das Haus „Scrubben“ in Aschhausen erstmalig erwähnt. Weitere Nachweise der Hofstelle erfolgen um 1350 und um 1370; Grundherr ist die Ritterfamilie Mule. Der Knappe Rembert Mule schenkt dem Kapitel des Lambertistifts Oldenburg 1419 eine Rente von 6 ewigen Schillingen aus seinem Erbgut „to der Scrubbenbrugge“, das von Hanneke und seiner Frau Haseke bewohnt wird. Am 18. März 1454 leiht Rembert Mule von der Kirche zu Zwischenahn einen Betrag von 35 rheinischen Gulden. Zur Zinszahlung verpflichtet er sein Haus und Erbe „tor Scrubbenbrugge“. Die Bewohner des Hauses Meyne und seine Frau Taleke hatten ab diesem Zeitpunkt jährlich zwei Molt Roggen an die Zwischenahner Kirche zu liefern. Die Naturalabgabe wurde später in eine Geldzahlung umgewandelt (2 Bremer Mark) und belastete den Hof noch bis 1681. Im Jahr 1456 überträgt Rembert Mule seine sämtlichen Güter dem Grafen Gerd zu Oldenburg, auch „Meynen hus to der Scrubbenbruggen“. Die Bewohner des Hofes, die jetzt gräfliche Meier waren, hatten noch keinen Familiennamen, wie später üblich, weil sie allein an dem Platz wohnten.
Neben dem Hof „Scrubben“ werden in unterschiedlichen Urkunden in Aschhausen noch drei weitere Hofstellen genannt: Otteke to Aschehusen (1397 und 1462 Friedrich Ficke, 1501 Otteke Ficken), Hinrich Hotyngh (1402, ab 1581 Gerd Hoting) und Alarde to Aschehusen(1449, ab 1581 Dirich Alers, dann Ahlers). Erst Ende des 16. Jahrhunderts entwickelt sich aus dem Hof-Namen „Scrubbenbrugge“ der Familienname „zur Brügge“. Der Familienname ist auf die Brücke zurückzuführen, die über die Halfsteder Bäke führte. Mit Johann zur Brügge (geb. um 1500, gest. 1561) kann der Nachweis der Familie bis in die Gegenwart geführt werden. Zum zur Brügge-Hof in Aschhausen gehörte seit 1791 auch das „Heuerhaus im Eyten“ in Aschhauserfeld. In den Folgejahren wurde die Heuerstelle durch Zukauf von Ländereien zu einem kleinen Hof ausgebaut, „Köterei auf dem Eyten“ (heute Jagdhaus Eiden und Spielbank). Die Köterei erbte im Jahre 1824 Johann zur Brügge (* 1799, + 1871) aus dem Hausmannshof in Aschhausen.
Der Sohn Gerd zur Brügge (* 1848, + 1927 – Brö Gerd, erst sein Sohn „Johann“ wurde „Eiden“ genannt – ab ca. 1930 Eiden Jan), erhielt 1902 die Konzession zur Eröffnung einer Gastwirtschaft, „Restaurant zur Erholung“, später „Strandgaststätten Gerd zur Brügge“. Es folgt der Sohn Johann, verheiratet mit Marie, anschließend bis heute Gerd. Im August 1971 bricht in den Strandgaststätten ein Feuer aus, und die Gebäude brennen vollständig ab. Anschließend wird der Gastronomiebetrieb wieder neu errichtet, und im Dezember 1972 eröffnet das heute bekannte Jagdhaus Eiden am See.
[Günter Marken]

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Aussenbereich Strandgaststätten, Jagdhaus Eiden, Spielbank:

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(1950)

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Pavillon (1950):

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(1950)

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Innenbereich Strandgaststätten:

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Fischerstube (1962)

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Badestelle am Strand:

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(1931)

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Minigolf-Anlage:

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Am 15. Januar 1976 wird die Spielbank eingeweiht. Marianne Koch, Schauspielerin und Fernsehmoderatorin, wirft die „goldene Kugel“.

Spielbank: u.a. Automatensaal Eröffnung (1976) und Neugestaltung 1986  (mit Didi Hallerforden als Gast):

1977-05-31

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(1977)

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